Regierungsform: Parlamentarische Republik Todesstrafe: Nein Abschaffung : 1972 Letzte Hinrichtung: 1944
Die letzte Hinrichtung auf finnischem Boden wurde an den drei sowjetischen Soldaten Boris Gurin, Juho Näätänen und Nikolai Vasiljev wegen Spionage vollzogen. Obwohl die Friedensverhandlungen zwischen Finnland und der So-wjetunion schon begonnen hatten, hängte man die drei Spione noch am 15. September 1944 um 5.45 Uhr in Korvenkanta.
Die letzte Hinrichtung in Finnland zu Friedenszeiten fand über 100 Jahre früher statt, und zwar am 8. Juli 1825 in Pieksämäki. Der Delinquent Tahvo Putkonen wurde wegen Mordes an einem Mann, den er am „Boxing Day" 1822 (Stephans-tag) getötet hatte, hingerichtet. Im Jahre 1949 wurde die Todesstrafe für alle Verbrechen in Finnland abgeschafft. 1972 strich man sie auch aus dem Militär-gesetz.
Auszug aus der Verfassung Finnlands, Abschnitt 6:
„Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und persönliche Freiheit, physische Integrität und Sicherheit der Person. Niemand soll zum Tod verurteilt, auf eine erniedrigende Art gefoltert oder anderweitig unmenschlich behandelt werden."
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