In Belgien werden schon seit Jahren keine Todesurteile mehr ausgesprochen oder gar Hinrichtungen vollstreckt. Trotzdem war das Thema Todesstrafe im Juli 2000 wieder in den Medien.
Am 17. November 2000 wurden bei einem Bombenanschlag in Saudi-Arabien fünf Menschen schwer verletzt. Bei einem zweiten Anschlag am 22. November ist sogar ein britischer Staatsbürger ums Leben gekommen. Unter den drei An-geklagten in Saudi-Arabien befand sich auch der Belgier Raf Schyvens. Alle haben ihre Schuld gestanden. Ihre Erklärungen wurden im Februar 2001 vom saudi-arabischen Fernsehen ausgestrahlt. Der Initiator der Attentate war der Brite Alexander Mitchell. Von ihm soll Raf Schyvens auch den Sprengstoff für den zweiten Anschlag bekommen haben. Laut Aussage von Schyvens, sei er nach der Explosion am Tatort geblieben und habe den Verwundeten geholfen. Der saudi-arabische Innenminister Prinz Naif Ibn Abdelasis hatte nach dem Geständnis der Angeklagten angekündigt, dass das islamische Scharia-Gesetz auch für ausländische Angeklagte gilt. So wurden die drei Anfang 2002 zum Tode und fünf weitere Mittäter zu langen Haftstrafen verurteilt. Im August 2003 begnadigte König Fahd alle acht verurteilten Personen und ordnete ihre Freilas-sung an.
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