Friday, 18. August 2017
logo todesstrafe.de
Zitat des Tages:
Wie kann ein Staat, der die gesamte Gesellschaft repräsentiert und die Aufgabe hat, die Gesellschaft zu schützen, sich selbst auf die gleiche Stufe stellen wie ein Mörder?
Kofi Annan
Suche:  

Anzeige

Alternativtext  Startseite Alternativtext  Berichte Alternativtext  Nachrichten Archiv Alternativtext  Bücher Alternativtext  Filme, Dokumentationen Alternativtext  Forum Alternativtext  Gesetze Alternativtext  Hinrichtungsmethoden Alternativtext  Todesstrafenatlas Alternativtext  LänderseitenAlternativtext Saudi ArabienAlternativtext JapanAlternativtext KuwaitAlternativtext DeutschlandAlternativtext USA Alternativtext  Impressum
Die Geschichte der Todesstrafe in der ehemaligen DDR Teil-5 Erinnerung an die Opfer der Todesstrafe
Trotzdem die Todesstrafe bis 1987 offiziell im Strafgesetzbuch der DDR vorgesehen war, wurde ihr Vollzug geheim gehalten und wie ein Verbrechen verschleiert. Erst der Zusammenbruch des SED-Regimes und die Öffnung der Stasi-Akten ließen Nachfragen zu. Die Aufklärung der Hinrichtungen in Leipzig ging ab 1990 von der Staatsanwaltschaft aus, die aufgrund der Hinweise auf anonyme Einäscherungen auf dem Südfriedhof ein Ermittlungsverfahren eröffnete. Diese Untersuchungen erbrachten erste staatsanwaltschaftlich gesicherte Erkenntnisse über den Ablauf und die Hintergründe der Hinrichtungen sowie die Personen der Hingerichteten selbst. Diverse Medienberichte informierten in der Folge die Öffentlichkeit über das Kapitel Todesstrafe.

Bereits ab Mitte der 90er Jahre versuchte das Bürgerkomitee, einen Denkmalstatus für die originalen Räume der Leipziger Hinrichtungsstätte zu erwirken, der inzwischen auch besteht. 2001 legte zudem die Sächsische Staatsregierung per Kabinettsbeschluss fest, dass der historische Ort zu erhalten sei. Die Räume waren daraufhin erstmals im April 2002 zur Leipziger Museumsnacht für Besucher zugänglich. Seither bietet das Bürgerkomitee jährlich zur Museumsnacht und seit 2005 auch zum Tag des offenen Denkmals Führungen an.

In Zukunft soll der historische Ort regelmäßig für Interessenten zugänglich sein. Das Bürgerkomitee arbeitet derzeit im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz an einem Konzept für den Erhalt der früheren Hinrichtungsstätte und deren Nutzung als justizgeschichtlichem Erinnerungsort. Hintergrund ist, dass sämtliche Prozesse mit Todesurteil politisch gesteuert waren und keiner der Hingerichteten ein rechtsstaatliches Verfahren erhalten hatte. Erinnert wird somit an die Opfer politischer Willkürherrschaft, unabhängig von deren strafrechtlicher Schuld. Die Frage nach Sinn und Unsinn der Todesstrafe im Allgemeinen kann und soll an diesem Ort nicht zur Debatte stehen.

BOOKMARK IT!   Furl YahooMyWeb Google Bookmark del.icio.us Tausendreporter Webnews yigg it Mister Wong co.mments TailRank Spurl Digg blinkbits BlinkList Reddit connotea


Aktuelle Nachrichten:
10.09.2010 Nord Korea
30.08.2010 Iran
29.07.2010 Iran
28.07.2010 Japan
19.07.2010 Marokko
08.07.2010 China
07.07.2010 Iran
19.05.2010 USA
05.05.2010 Deutschland
05.05.2010 Taiwan
Forum zum Thema Todesstrafe
Top Beiträge: