Thursday, 17. May 2012
Nordkorea: Christen öffentlich hingerichtet

Der designierte UN-Generalsekretär Ban Ki-mun soll sich entschieden für die Menschenrechte im kommunistisch regierten Nordkorea einsetzen. Dazu haben elf Menschenrechtsorganisationen unter Führung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) den Südkoreaner aufgefordert. Unter anderem bitten sie Ban, den Ausweisungen nordkoreanischer Flüchtlinge aus China Aufmerksamkeit zu schenken. Den Flüchtlingen drohten in ihrer Heimat harte Strafen, sogar Hinrichtungen. Flüchtlinge berichteten, dass Kinder abgeschobener Frauen getötet würden. Wörtlich heißt es: „Ganze Familien politischer Gefangener werden vergast, um neue chemische Waffen zu testen, religiös Gläubige und Dissidenten öffentlich hingerichtet.“ Das Regime des Diktators Kim Jong-il manipuliere Nahrungsmittellieferungen als Mittel politischer Kontrolle. Darüber hinaus weigere sich Pjöngjang, dem Welternährungsprogramm zu gestatten, die Verteilung von Lebensmitteln zu überwachen. Neueren Berichten zufolge verschlechtere sich dieVersorgung, so die IGFM (Frankfurt am Main). Ban Ki-mun bezeichnet sich als nicht konfessionell gebunden Christen.
Schärfste Christenverfolgung
Nordkorea ist das Land mit der schärfsten Christenverfolgung. Kim Jong-Il lässt sich in einer Art Götzendienst verehren und betrachtet das Christentum als eine der größten Bedrohungen, so das Missionswerk Open Doors. Von den 23,6 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Christen. Religionsstatistiker gehen davon aus, dass sich weit über 400.000 Christen im Verborgenen treffen. Vermutlich sind bis zu 100.000 in Arbeitslagern eingesperrt.
Der Beitrag ershien in der Evangelische Nachrichtenagentur idea e.V. ideaSpektrum Kostenlose Probehefte unter www.idea.de (Telefon 06441/915122)