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Hat er aber gemordet, so muss er sterben.
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Troy Albert Kunkle, ein gebürtiger Nürnberger bangt um sein Leben!
USA, Livingston, Texas – Noch weiß Troy Albert Kunkle (38) nichts von der schicksalhaften und endgültigen Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA. Immer noch hat der in Nürnberg geborene verurteilte Mörder Hoffnung, dass sein Todesurteil in Lebenslänglich umgewandelt wird. Aber spätestens am Wochenende, wenn ihn seine deutsche Frau, Christa Haber, besucht, wird er die Nachricht erhalten. „Ihn wird der Schlag treffen und er wird zusammenbrechen“, so sagte gestern Christa Haber.

Die 42-Jährige weiß nicht, wie sie dieses Hin und Her durchstehen kann. „Ich habe mich immer noch nicht vom November erholt, und jetzt geht dieser ganze Mist schon wieder von vorne los. Ich bin mit den Nerven am Ende“, sagt sie.
Am 18. November war Kunkles Hinrichtung in allerletzter Sekunde ausgesetzt worden (wir berichteten). Seine Anwälte hatten argumentiert, dass bei dem ersten Prozess mildernde Umstände nicht gewürdigt worden seien. Kunkle hatte vor 20 Jahren im Drogenrausch einen Anhalter ausgeraubt und erschossen. Die Beute damals: 13 Dollar, das sind umgerechnet rund 10 Euro. Der 38-Jährige ist im Gefängnis Christ geworden und bereut seine Tat zutiefst.

Oberstes US-Gericht „nicht zuständig“

Der Oberste Gerichtshof in Washington war zunächst auch der Argumentation der Anwälte gefolgt, änderte aber diese Woche seine Entscheidung. Die obersten Richter erklärten, dass sie davon ausgegangen seien, der US Supreme Court habe das Recht, den Fall noch einmal zu untersuchen. Eine nähere Betrachtung habe jedoch ergeben, dass dieses Recht ausschließlich texanischen Gerichten zustehe. Die texanischen Gerichte
aber hatten es stets abgelehnt, den Fall neu zu prüfen.
Das Todesurteil im Fall Kunkle steht auf wackeligen Beinen, das stellt auch der Oberste US-Richter, John Paul Stevens, fest. „Das Ergebnis ist bedauerlich, weil es klar zu sein scheint, dass Kunkles Urteil unter Verletzung der heute gültigen Verfassung zustande kam.“
Das heißt unter anderem: Zur Zeit der Verurteilung von Kunkle mussten und durften die Geschworenen nur zwei Fragen beantworten, um ein Todesurteil zu fällen: War er der Täter? und: Könnte er wieder so eine Tat begehen? Heute wird in amerikanischen Mordprozessen eine dritte Frage gestellt: Gibt es eventuell mildernde Umstände?
Jetzt scheint Kunkles Schicksal endgültig besiegelt zu sein. Denn die oberste Instanz – der Supreme Court der USA – hat sich in dieser Sache für nicht zuständig erklärt. Kunkles Rechtsanwalt war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Wahrscheinlich noch vor Weihnachten wird nun das Bezirksgericht in Texas einen neuen Hinrichtungstermin festsetzen. Innerhalb von 30 Tagen wird dann das Urteil durch die Giftspritze vollstreckt.

16.Dezember. 2004

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