Friday, 23. June 2017
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Zitat des Tages:
Wie kann ein Staat, der die gesamte Gesellschaft repräsentiert und die Aufgabe hat, die Gesellschaft zu schützen, sich selbst auf die gleiche Stufe stellen wie ein Mörder?
Kofi Annan
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Eine besondere Art der Hinrichtung ist die Erschießung!
Schon kurz nach der Erfindung des Schießpulvers starben die ersten Menschen im Kugelhagel von Erschießungskommandos. Was am Anfang nur Soldaten vorbehalten war, wurde in kürzester Zeit die Hinrichtungsmethode Nr.1 in der Welt. Man brauchte dazu weder einen eigenen Henker noch Meisterschützen. Eine Handvoll Personen, die einigermaßen mit einem Gewehr umgehen konnten, waren genügend zur Ausführung einer Hinrichtung. Es war etwas anderes, den Tod aus sicherer Entfernung zu erleben. Die Schützen spürten weder die Angst, die vom Verurteilten ausging, noch konnten sie seine Gesichtszüge erkennen. Die Entfernung machte es um vieles leichter, einen Menschen vom Diesseits ins Jenseits zu befördern. Auch galt es nicht als Panne, wenn die erste Gewehrsalve ihr Ziel verfehlte. Dann wurde nachgeladen und ein zweiten Mal geschossen. So wird berichtet, dass der Tiroler Widerstandkämpfer Andreas Hofer nach der ersten Salve schrie: „Ach, was schießt ihr schlecht!“

Zur Sicherheit und zur Wahrung der Legimitation setzte der Leiter der Hinrichtung falls nötig den Gnadenschuss. Davon spricht man, wenn das Opfer zwar schwer getroffen wurde, doch noch weiter Leben in ihm steckte.

Eine besondere Art der Hinrichtung dachten sich die Engländer in Afghanistan aus. Sie banden Rebellen an die Mündung ihrer Kanonen und feuerten diese ab. Die davor gefesselten Menschen wurden buchstäblich zerrissen.

Während der beiden Weltkriege fielen Tausende von Menschen den Erschießungskommandos zum Opfer. Vor allem im zweiten Weltkrieg machten sich die Deutsche Wehrmacht und die Waffen SS einen Namen damit, dass sie Hunderte von Massenexekutionen an unschuldigen Männern, Frauen und Kindern ausführten.

Die Vorgehensweise bei der Erschießung ist von Land zu Land unterschiedlich. So wird diese Art der Vollstreckung vor allem im asiatischen Raum wie z.B. China durch einen direkten Genickschuss vollzogen. Der Verurteilte wird auf den Hinrichtungsplatz geführt. Dort gibt ein Militäroffizier zumeist von hinten den tödlichen Schuss ab. In Vietnam und Thailand zum Beispiel starben Menschen im Feuerhagel von Maschinengewehren. In afrikanischen Ländern wie etwa Nigeria oder Uganda wurde der Delinquent an einen Pfahl gebunden, worauf nach einem Zeichen eine Gewehrsalve sein Leben beendete.

Auch in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurden Menschen nach einem Todesurteil erschossen. Gerade in den letzten Jahren, in denen man noch die Todesstrafe anwandte, starben die meisten durch den so genannten „unerwarteten Genickschuss“. Hierbei wurde der Delinquent, ohne dass er auf seinen Tod vorbereitet war, in einen dafür vorgesehenen Raum gebracht. Man erzählte ihm, dass dies zur medizinischen Untersuchung sei. An der Wand war ein Maßband zur Messung der Körpergröße angebracht. Der Delinquent stellte sich davor und auf der anderen Seite wartete der Henker auf den tödlichen Befehl. Genau auf der Höhe des Kopfes war eine Öffnung für die Pistole vorgesehen.

Noch bis vor kurzem war es möglich, im US. Bundesstaat Utah per Erschießungskommando hingerichtet zu werden. Dies war übrigens der einzige US Staat, der seit der Wiedereinführung der Todesstrafe diese Art der Exekution auch ausführte. So auch an Gary Gilmore, der am 17. Januar 1977 in den Salven eines Erschießungskommandos den Tod fand. Gilmore beabsichtigt den Staat in arge Bedrängnis zu bringen, da er auf die Ausführung seines Todesurteils beharrte. Er drängte den Staat regelrecht dazu, seine Hinrichtung zu vollziehen. Nach der Hinrichtung von Gilmore, dem ersten exekutierten Menschen seit Wiedereinführung der Todesstrafe, fingen auch weitere US Staaten wieder an, Hinrichtungen zu vollstrecken.

Das Hinrichtungskommando, so wie es im letzten Jahrhundert in den USA zusammengestellt wurde, bestand im Normalfall aus Beamten des Gefängnisvollzuges, in dem der Verurteilte inhaftiert war. Meist waren es Beamte, denen der Delinquent persönlich bekannt war. So kam es im Vorfeld bereits zu persönlichen Erfahrungen zwischen den Beteiligten, mitunter auch zu gewissen Sympathien. Am Tage der Hinrichtung wurde genau das zum größten Problem. Das Erschießungskommando aus Gefängnisbeamten legte zum tödlichen Schuss an, aber niemand von ihnen wollte den tödlichen Schuss abgeben. Einige zielten mit Absicht vorbei, während die anderen nicht auf das Herz, sondern auf Bauch und Unterkörper schossen. Der Delinquent, der nun nicht tödlich getroffen war, starb nun einen langen und qualvollen Tod.

Noch heute werden vor allem in der dritten Welt viele Hinrichtungen mit einem Genickschuss vollstreckt, allen voran in China. Doch auch dort hält allmählich der vermeintliche Fortschritt in Gestalt der tödlichen Injektion Einzug.

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