Sunday, 17. December 2017
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Zitat des Tages:
Wie kann ein Staat, der die gesamte Gesellschaft repräsentiert und die Aufgabe hat, die Gesellschaft zu schützen, sich selbst auf die gleiche Stufe stellen wie ein Mörder?
Kofi Annan
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Die Steinigung
Eine Hinrichtungsmethode, die die Frühgeschichte der Menschheit überlebt hat. Sie wurde damals wie heute in der Gemeinschaft vollstreckt. Sinn ist es, dass alle Anwesenden an der Vollstreckung der Todesstrafe beteiligt sind - eine Hinrichtung von gesamter Hand. So kann niemand gezielt für die Tötung verantwortlich gemacht werden. Das Alte Testament sah die Steinigung vor für Gottesfrevel, was wohl das schlimmste Vergehen zur damaligen Zeit war. Aber auch Vergehen gegen die gängigen Sexualgebote, wie etwa Inzest, Vielweiberei und Sodomie wurden mit dem Tode bestraft.

Noch heute wird in den Ländern des Nahen Ostens die Steinigung auf manche Verbrechen angewandt. Meist trifft die Strafe Frauen wegen Verbrechen, die sie laut Altem Testament begangen haben, als da wären Verstöße gegen die göttlichen Gebote, aber auch Ehebruch, Sodomie, Inzest, sexuelle Handlungen vor der Ehe oder Prostitution.

Der Verurteilte wird auf einen Platz geführt, auf dem er niederknien muss. Oft wird er bis zur Hüfte eingegraben, so dass er den Steinen nicht entkommen kann. In der heutigen Zeit bedeckt man den Körper mit einem Tuch, damit die Menschen, die an der Hinrichtung teilnehmen, die Verletzungen nicht erkennen können. Die anwesende Gesellschaft erwartet dann vom Hauptbelastungszeugen, welcher maßgeblich zur Todesstrafe beigetragen hat, dass er den ersten Stein wirft. Die Größe der Steine ist genau festgelegt. Sie sollen nicht zu klein sein, aber auch nicht so groß, dass der Tod unmittelbar einsetze. Nachdem der erste Stein geflogen ist, werden so lange Steine auf das arme Geschöpft geschleudert, bis der Tod eintritt. Die grausame Prozedur kann je nach Größe und Anzahl der Steine bis zu Stunden dauern.

Aber auch hier kommt es immer wieder zu Pannen bei der Vollstreckung, wie beispielsweise bei einer Hinrichtung im Iran in der 90ziger Jahren. Als man nach der Steinigung den Leichnam der jungen Frau beseitigen wollte, stelle man fest, dass sie noch lebte. Man brachte sie darauf hin in ein Krankenhaus, wo sie über Monate hinweg gesund gepflegt wurde. Nachdem sich ein Gericht mit dem Fall beschäftigte, stellte man klar, dass das Todesurteil gegen sie immer noch Gültigkeit habe. So wurde sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus erneut von einer aufgebrachten Menge gesteinigt, dieses Mal bis zu ihrem Tod.

Doch sollte auch angemerkt werden, dass viele Menschen durch Steine starben, die der Mob auf sie warf. Ohne jegliche Gerichtsverhandlung und Verteidigung wurden Tausende von Menschen Opfer dieser Lynchmorde!

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