Tuesday, 17. October 2017
logo todesstrafe.de
Zitat des Tages:
Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein!
Mahatma Ghandi
Suche:  

Anzeige

Alternativtext  Startseite Alternativtext  Berichte Alternativtext  Nachrichten Archiv Alternativtext  Bücher Alternativtext  Filme, Dokumentationen Alternativtext  Forum Alternativtext  Gesetze Alternativtext  Hinrichtungsmethoden Alternativtext  Todesstrafenatlas Alternativtext  LänderseitenAlternativtext Saudi ArabienAlternativtext JapanAlternativtext KuwaitAlternativtext DeutschlandAlternativtext USA Alternativtext  Impressum
Wird ein Unschuldiger hingerichtet?
Beistand für Lonnie Johnson der am 24. Juli 2007 in Texas hingerichtet wird. Lonnie Johnson, Afroamerikaner, wurde zum 1990 in Texas zum Tode verurteilt. Ihm wird zur Last gelegt die beiden weissen Amerikaner, Gunar Fulk und Leroy McCaffrey, erschossen zu haben. Von Anfang an plädierte Lonnie auf Notwehr. Ein glaubwürdige Aussag, wenn man berücksichtigt, dass die Opfer aller Wahrscheinlichkeit nach bewaffnet waren und die eigentliche Tatwaffe defekt und nicht funktionsfähig war. Die Angehörigen und Freunde von Fulk und McCaffrey waren vor und nach dem Vorfall in eine Reihe von Übergriffen mit rassistischem Hintergrund verwickelt, was dafür spricht, dass die fragliche Tat Teil einer ganzen Reihe von rassistischen Anschlägen in dieser Gegend war.

Staatsanwaltschaft und Polizei wussten um diese Tatsachen, liessen aber die Verteidigung nicht freiwillig an diesen entlastenden Indizien teilhaben, ein Verstoß gegen ‘Brady gegen MD’ (die Staatsanwaltschaft muss der Verteidigung alle Beweise und Informationen zur Verfügung stellen die für den Angeklagten von Vorteil sein können).

Darüber hinaus verhörte die Polizei kurz nach dem Tod der beiden Opfer Frau Tammy Durham. Sie sagte aus, dass sie einen schwarzen Mann gesehen habe, der misstrauisch das ‘Stop and Go’, den Laden in dem sie arbeitete, umkreiste, nachdem er die beiden Opfer möglicherweise um Hilfe gebeten hatte. Danach sah sie die beiden mit dem schwarzen Mann wegfahren, bewaffnet mit einem Benzinkanister. Sie beschrieb den fraglichen Mann und sah sich das angefertigte Phantombild an, aber sie war nicht in der Lage, den Angeklagten in einer Fotoreihe zu identifizieren. Auch eine andere Frau identifizierte den verdächtigen Mann, der beim Stop and Go war, als den auf dem Phantombild und nicht als Herr Johnson. Auch diese Information wurde nicht an die Verteidigung weitergegeben, ein weiterer Verstoß gegen die ‘Brady – Vorschrift’.

Herr Johnson wurde ohne Haftbefehl festgenommen. Ohne über seine Rechte, einen Anwalt einzuschalten und sich selbst nicht belasten izu müssen, informiert zu werden, führte die Polizei ein Verhör durch, protokollierte dieses und liess es den Angeklagten unterschreiben, ohne dass er es gelesen hatte. Dies ist eine eklatante Verletzung seiner Rechte nach Miranda gegen Arizona und trotzdem wurde diese Aussage vor Gericht gegen ihn verwendet.

BOOKMARK IT!   Furl YahooMyWeb Google Bookmark del.icio.us Tausendreporter Webnews yigg it Mister Wong co.mments TailRank Spurl Digg blinkbits BlinkList Reddit connotea


Aktuelle Nachrichten:
10.09.2010 Nord Korea
30.08.2010 Iran
29.07.2010 Iran
28.07.2010 Japan
19.07.2010 Marokko
08.07.2010 China
07.07.2010 Iran
19.05.2010 USA
05.05.2010 Deutschland
05.05.2010 Taiwan
Forum zum Thema Todesstrafe
Top Beiträge: