Friday, 23. June 2017
logo todesstrafe.de
Zitat des Tages:
Wie kann ein Staat, der die gesamte Gesellschaft repräsentiert und die Aufgabe hat, die Gesellschaft zu schützen, sich selbst auf die gleiche Stufe stellen wie ein Mörder?
Kofi Annan
Suche:  

Anzeige

Alternativtext  Startseite Alternativtext  Berichte Alternativtext  Nachrichten Archiv Alternativtext  Bücher Alternativtext  Filme, Dokumentationen Alternativtext  Forum Alternativtext  Gesetze Alternativtext  Hinrichtungsmethoden Alternativtext  Todesstrafenatlas Alternativtext  LänderseitenAlternativtext Saudi ArabienAlternativtext JapanAlternativtext KuwaitAlternativtext DeutschlandAlternativtext USA Alternativtext  Impressum
USA, Huntsville, Texas
Texas: Cameron Todd Willingham vermutlich unschuldig hingerichtet
07.09.2009, (mw), 3139
Cameron Todd Willingham starb am 17. Februar 2004 im Todestrakt von Huntsville, Texas, auf einer Liege festgezurrt, wegen Brandstiftung und dreifachen Kindsmordes.
Seine letzten Worte, bevor die Todesspritze ihre Wirkung zeigte: „Ich bin ein unschuldiger Mann. Verurteilt vor zwölf Jahren für etwas, das ich nicht getan habe.“
Nun fünf Jahre danach verdichten sich die Hinweise, dass der bei seiner Verurteilung 24-Jährige die Wahrheit gesagt hat. Das Feuer, das am Tag vor Heiligabend 1991 in dem einfachen Wohnhaus in Corsicana im Bundesstaat Texas ausbrach und seine zwei Jahre alte Tochter Amber und die ein Jahre alten Zwillinge Karmon und Kameron tötete, war keine Brandstiftung. Es war ein Unfall, ausgelöst durch einen elektrischen Heizofen oder eine fehlerhafte Stromleitung, glaubt Craig Beyler, ein erfahrener Brandexperte.
Die Kriminaltechnische Kommission in Texas hatte den Fall erneut aufgerollt und Beyler mit der Untersuchung betraut. Sein Urteil: die von den damaligen Brandermittlern geäußerten Erkenntnisse seien „nichts weiter als eine Sammlung persönlicher Ansichten“ gewesen, die „nichts mit einer wissenschaftlich basierten Untersuchung zu tun“ hätten. Den Ermittlern habe jedes Verständnis für Feuer und die durch Feuer verursachten Verletzungen gefehlt. Esoterik sei betrieben worden, aber keine solide Wissenschaft.
Nun könnte er in die Annalen der amerikanischen Justizgeschichte eingehen. Als erster Hingerichteter, der seit der Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 offiziell für unschuldig erklärt wird. Willinghams Fall könnte zum Paradebeispiel werden für die Gegner der Todesstrafe. Denn seit Jahren sind diese auf der Suche nach einem solchen Fall . Hatte doch der konservative Antonin Scalia, Mitglied des Obersten Gerichtshofs, noch 2005 diese als „frömmelnd“ und „scheinheilig“ bezeichnet und festgeklopft, „dass es keinen einzigen Fall – nicht einen einzigen – gibt, bei dem ein Mensch hingerichtet wurde, der unschuldig war“. Die Unschuld Willinghams, so nun die Logik, könnte die Verfechter der Todesstrafe in den USA zum Umdenken zwingen.


map

BOOKMARK IT!   Furl YahooMyWeb Google Bookmark del.icio.us Tausendreporter Webnews yigg it Mister Wong co.mments TailRank Spurl Digg blinkbits BlinkList Reddit connotea

Meist gelesene Artikel!
Russische Förderation, 20.11.2009
Nord Korea, 10.09.2010
Iran, 30.08.2010
USA, 19.05.2010
Iran, 29.07.2010
Japan, 28.07.2010
Marokko, 19.07.2010
China, 08.07.2010
Taiwan, 05.05.2010
Iran, 07.07.2010




Abstimmung zum Thema!
Die Todesstrafe sollte in einem Strafsystem verankert sein
 Ja, ich bin für die Todesstrafe
 Nein, ich bin gegen die Todesstrafe
 Ist mir egal


Hinrichtungen weltweit Juli 2011
China China 79
Iran Iran 15
Palästina Palästina 2
Saudi Arabien Saudi Arabien 9
Somalia Somalia 2
USA USA 5
Weissrussland (Belarus) Weissrussland (Belarus) 2
Das nächste Todesurteil in den USA wird vorraussichtlich am .., im Bundesstaat an vollzogen!
Die Kammer
Chris O'Donnell brilliert als idealistischer, junger Rechtsanwalt Adam Hall, der den Fall seines zum Tode verurteilten Großvaters Sam Cayhall (Gene Hackmann), ein ehemaliger Ku-Klux-Klan-Anhänger,...
The Green Mile
In „The Green Mile“ geht es um eine Geschichte, die Paul Edgecomb seiner Freundin Elaine Connelly in einer Rückblende erzählt. Vor ca. sechzig Jahren, zur Zeit der Weltwirtschaftskrise, war Edgecomb...
Die Geschichte der Todesstrafe in der ehemaligen DDR Teil-1
Die Todesstrafe hat in Deutschland eine lange Geschichte. 500 Jahre war sie in Gesetzen und sonstigen Rechtsbestimmungen der auf deutschem Territorium befindlichen Staaten verankert. Nach dem Ende des...
Die Geschichte der Todesstrafe in der ehemaligen DDR Teil-2 - Rechtsgrundlagen
In der SBZ und DDR existierten, zum Teil zeitgleich und abhängig vom Tatvorwurf, mehrere Rechtsgrundlagen für die Verhängung der Todesstrafe. Die vor Gründung der DDR von den Alliierten bzw. allein...
Die Geschichte der Todesstrafe in der ehemaligen DDR Teil-3 Politische Steuerung der Verfahren
Getreu dem Motto „Jedes Urteil ist eine politische Tat“ (DDR-Generalstaatsanwalt Ernst Melsheimer) war die Justiz der DDR nicht unabhängig, sondern stand in Diensten der Staatsmacht. Dies galt...