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Thailand, Taipeh
Deutscher Rauschgiftschmuggler entgeht Todesstrafe
08.12.2006, (mk), 1812
Bereits am 05.11.2005 wurde ein damals 38-jähriger Deutscher aus dem Raum Amberg bei der Einreise am Flughafen Taipeh mit dem Heroin festgenommen. Nach den taiwanesischen Strafvorschriften drohte dem Installateur dafür die Todesstrafe.

Die für seinen Wohnort zuständige Staatsanwaltschaft in Amberg hat gegen ihn ein Verfahren eingeleitet. Das Rauschgiftdezernat des LKA hat die Ermittlungen wegen dieser Auslandsstraftat übernommen.
Der Deutsche zeigte sich kooperativ und sagte umfangreich gegen seine Auftraggeber, die sich vornehmlich in Thailand und auf den Philippinen aufhielten, aus. Nur durch die umfangreichen und intensiven Ermittlungen des LKA konnten zwei Deutsche identifiziert werden. Eine Fahndung führte erstmals am 25.06.2006 zur Festnahme eines 40-jährigen Elektromechanikers aus Offenburg am Frankfurter Flughafen bei der Ankunft aus Hongkong.
Vorgestern kam es nun auch zur Festnahme des zweiten Deutschen, einem 46-jährigen aus Göttingen. Für den Besuch seines Sohnes suchte er sich wohl den falschen Zeitpunkt aus. Gerade als die Wohnung des Sohnes von der Göttinger Polizei wegen Betrügereien durchsucht wurde, saß der 46-jährige dort vor dem Computer. Er reiste mit einem gefälschten französischen Reisepass nach Deutschland ein. Ein Beamter erkannte ihn und überprüfte seine Personalien.

Mittlerweile wurde der Amberger vom einem Bezirksgericht in Taipeh Anfang September zu 14 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Zum großen Teil ist es den Ermittlungen und der Zeugenaussage eines LKA-Beamten zu verdanken, dass ihm die Todesstrafe erspart geblieben ist und das Strafmaß nach taiwanesischen Verhältnissen niedrig ausfiel.

Die Ermittlungen gegen die beiden Deutschen dauern noch an.


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